Hilfe für Jaden

„Mama, wann darf ich eigentlich Kind sein?“
Jaden aus Glauburg ist ein Kind wie jedes andere, das Superhelden mag, gern Fußball spielt und die Schule einigermaßen doof findet. So weit, so normal. Und dann passiert es, das gar nicht mehr normale – eine Situation, die so manchen in Panik versetzt: Ganz plötzlich, wie aus heiterem Himmel flattern bei Jaden die Augenlider, sein Körper beginnt zu zucken und manchmal kippt er einfach um. Eine Horrorsituation für seine Mutter. Jeder der Kinder hat kann sich das lebhaft vorstellen.

Der siebenjährige Jaden hat Epilepsie. Jaden wohnt mit seiner Mama Sarah und seiner neugeborenen Schwester Milana in Glauburg. Er geht in eine spezielle Schule, in die Hammerwaldschule in Hirzenhain, die eine besondere Schule ist, mit Förderschwerpunkt der geistigen Entwicklung. Jadens geistiger Entwicklungsstand ist der eines Fünfjährigen. Er stottert stark und hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren. Aber das ist nur die eine Seite des Problems – seine wirklich starken Anfälle gehen oft mit Bewusstlosigkeit einher, die für Laien schwierig zu händeln ist.

Und da kommt ein „Anzeigehund“ ins Spiel: dieses besondere Tier wächst mit dem Jungen auf, Jaden bekommt ihn als Welpen und der Hund wird zu Hause von einer speziellen Trainerin ausgebildet. Und dafür brauchen wir Geld. Denn insgesamt wird dieser Hund samt Training über 20tausend Euro kosten.
Jaden weiß auch ganz genau, warum er diesen besonderen Hund bekommen soll. Nicht einfach so, als Haustier und Mitbewohner – sondern als seinen steten Begleiter.

„Der passt auf dich auf“, erklärt Mama Sarah ihrem Sohn Jaden als sie bei uns zu Besuch sind.
Wir hatten Mutter und Sohn eingeladen, um die Modalitäten eines möglichen Hundekaufs und des Trainings zu besprechen.

Andrea Bauer aus unserem Büro richtet ihren Appell an eventuelle Spender*innen: „Bitte helfen Sie uns mir Ihrer Spende, damit wir Jaden unterstützen können und seine Familie eine Sorge weniger hat. Spenden Sie, was Sie können – jeder Cent, jeder Euro zählt.“
Dann fragt Andrea Bauer Jaden mit einem Augenzwinkern: „Was meinst Du, was muss Dein Hund können?“ Jaden fragt zurück: „Kann der Hund eigentlich aufräumen?“ Alles lacht. Eine lustige Frage eines „ganz normalen“ Kindes.

Aber zurück zur tragischen Geschichte des 7jährigen. Die ersten zwei Jahre seines noch jungen Lebens verliefen unspektakulär. Den ersten epileptischen Anfall hatte der kleine Junge mit zwei Jahren, seine Familie war schockiert. Seit dem ist Jaden gehandicapt, er kann einfach nicht wie andere Kinder spielen und toben. Geschweige denn ohne erwachsene Aufsicht sein. Das weiß Jaden auch ganz genau: Sarah Pötzl hat ihren Sohn mit dem Wissen über seine Krankheit großgezogen. „Wir gehen ganz offen mit seiner Epilepsie um.“ Jaden selbst nennt seine Krankheit „Blitze im Kopf“. So erlebt der Junge die bösen Anfälle.
„Mama, wann darf ich eigentlich Kind sein?“ Als Jaden seiner Mama Sarah vor ein paar Wochen diese Frage stellte, machte es bei Sarah „klick“, so beschreibt es die 28jährige. „Vorher habe ich immer gedacht: ich kann doch nicht zu Hand-in-Hand betteln gehen. Wir haben es doch vergleichsweise gut, anderen Kindern geht es viel viel schlechter.“

Aber Jadens zu Herzen gehende Frage war das auslösende Moment, so dass Sarah Pötzl merkte, dass sie nicht „betteln“ geht, sondern schlicht und einfach um Hilfe bittet.

Wir von Hand-in-Hand sind stolz auf Sarah, und sowieso auf jeden Menschen, der sich traut, sich helfen zu lassen.
Und last but not least sind wir stolz auf die Menschen, die es mit ihren Spenden möglich machen, dass wir Familien unterstützen können.

„Jedes Kind hat das Recht, eine Kindheit zu haben – im besten Falle eine glückliche“ sagt Andrea Weber, unsere Pressesprecherin. „Wenn wir dazu nur den einen oder anderen Moment liefern können, durch unsere wunderbaren Spender*innen, haben wir schon viel erreicht.“

Vielleicht jetzt auch für Jaden Pötzl, den seine Mama Sarah nächstes Jahr zum Judo schicken möchte. Vielleicht schon mit seinem Begleithund. Vielleicht möglich durch hoffentlich zahlreiche Spenden.
Hoffentlich.

Spendenkonto

Es wurde für Jaden Pötzl aus Glauburg ein spezielles Spendenkonto eingerichtet. Finanziert werden soll die Anschaffung eines „Anzeigehundes“ und dessen Ausbildung.

Sparkasse Oberhessen
IBAN 58 5185 0079 0027 1318 67


Der am 27. Januar 2008 gegründete Verein Hand-in-Hand für krebskranke Kinder Altenstadt e.V. bestand in dieser Form 7 Jahre. Im Jahr 2014 bekam der Verein einen neuen Namen, nämlich „Hand-in-Hand für schwerstkranke und krebskranke Kinder e.V.“ Ab diesem Zeitpunkt betreut er alle schwerstkranken Kinder und ist für deren Familien Ansprechpartner.

Seit 2008, dem Gründungsjahr von Hand-in-Hand, hat es sich der Verein auf die Fahne geschrieben, Familien mit krebskranken und schwerstkranken Kindern und Jugendlichen bis zum 28. Lebensjahr zu helfen; nicht nur durch Spenden, sondern auch durch die eigene Erfahrung, wie u.a. bei Behördengängen.

Nicht nur vor Ort in Altenstadt und der näheren Umgebung, sondern auch u.a. in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wie LaLeLu e.V., Bärenherz Wiesbaden e.V. oder dem Psychosozialen Dienst der Universitätsklinik Frankfurt haben wir schon so mancher Familie in unterschiedlichen Lebenslagen Unterstützung bieten können.

Damit Hand-in-Hand in vollem Umfang Hilfe anbieten kann, wird jedoch auch weiterhin Ihre Unterstützung benötigt: durch Geld- oder Sachspenden, finanzielle Hilfe für den Secondhand-Bereich unseres neuen Ladens oder durch Kleiderspenden, oder als ehrenamtlicher Helfer bei unseren Veranstaltungen – jede Unterstützung ist willkommen. Gemeinsam können wir alle helfen!